Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin

An der Abteilung werden Menschen mit akuten psychischen Krankheiten, Beeinträchtigungen und Lebenskrisen sowie deren Bezugspersonen im Sinne einer Krisenintervention in Zusammenarbeit mit den bestehenden ambulanten und stationären Versorgungsstrukturen behandelt und betreut.


Unser Leistungsangebot:

Die Fachbereich Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin befasst sich mit der Diagnostik und Therapie psychischer Erkrankungen. Die häufigsten Diagnosen in diesem Bereich sind depressive Störungen, Angststörungen, Belastungsreaktionen oder Stresserkrankungen nach belastenden Lebensereignissen, Störungen durch Alkohol und andere Substanzen, psychotische Störungen sowie Anpassungsstörungen im Rahmen schwerer körperlicher Erkrankungen.

Die Ziele der Betreuung bestehen in einer größtmöglichen Verbesserung der Lebensqualität durch Verminderung von Symptomen, Verbesserung der Selbstfürsorge und der Bewältigung von Alltagsaufgaben, Erhaltung und Wiederherstellung von Beziehungen sozialer Rollen in der Herkunftsumgebung sowie in der Herstellung einer mittel- bis langfristig angemessenen Betreuungsstruktur außerhalb des Krankenhauses.

Wir arbeiten im Sinne partnerschaftlich orientierter psychiatrischer Behandlungsmethoden auf der Basis verschiedener wissenschaftlicher und beruflicher Fachrichtungen auf der Grundlage des Recovery (Genesungs-)konzepts.

Die Arbeit erfolgt kollegial im multiprofessionellen Team, welches folgende Berufsrichtungen umfasst: Psychiatrie, Psychiatrische Krankenpflege, Klinische Psychologie, Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Ergotherapie, EX-IN Genesungsbegleitung und Sekretariat.
Die Abteilung unterteilt sich derzeit in die psychiatrische Ambulanz, den psychiatrischen und psychologischen Konsiliardienst und in die Tagesklinik. Eine vollstationäre Behandlungseinheit mit ca. 24 Betten befindet sich im Bau und wird voraussichtlich 2020 eröffnet.


Unsere Bereiche

Die psychiatrische Schwerpunktambulanz behandelt Patienten, die aufgrund der aktuellen Schwere ihres Krankheitsbildes in ihrer gewohnten Betreuungsstruktur nicht mehr behandelt werden können oder erstmals auffällig werden und akuten Hilfsbedarf haben.

Die Ambulanz bietet Abklärung, umfassende Diagnostik und Therapieplanung und hat eine Filterfunktion für die Aufnahme in den tagesklinischen und stationären Bereich.

Die psychiatrische Ambulanz ist im Sinne der Erstabklärung  auch für Spezialbereiche wie Suchterkrankungen, alterspsychiatrische und auch für kinder- und jugendpsychiatrische Erkrankungen zuständig und organisiert gegebenenfalls die Überweisung an die jeweiligen Spezialbereiche.

 

Zuweisung und Terminvergabe:
Die Ambulanz wird als Spezialambulanz mit telefonischer Terminvereinbarung geführt.
Die Terminvergabe und Behandlung erfolgt über Zuweisung durch niedergelassene Ärzte (Allgemein- und Fachärzte),  Abteilungen des Krankenhauses Zams, Psychosoziale Zentren, Suchtberatungsstellen und andere spezialisierte psychosoziale Beratungseinrichtungen.

 

Tätigkeitsprofil im Überblick:

Diagnostik und Abklärung:

  • Umfassende psychiatrische Untersuchung und Diagnoseerstellung durch multiprofessionelles Team
  • körperliche Abklärung (EKG, Labor, Bildgebung)
  • soziale Diagnostik
  • (Neuro-)Psychologische Diagnostik

Therapieplanung und -einleitung:

  • Indikationsstellung bzgl. voll- oder teilstationärer Aufnahme
  • medikamentöse Therapieeinstellung
  • Krisenintervention
  • Perr-Beratung durch EX-IN Genesungsbegleiter
  • Angehörigenarbeit
  • krankheitsbezogene Information und Beratung
  • kurz- bis mittelfristige Betreuung bis zur Erreichung einer funktionierenden Betreuungssituation
  • Vernetzungsaufgaben und Rücksprache mit Zuweisern und weiterbetreuenden Einrichtungen

 

Ambulanzzeiten:
Montag bis Freitag 08:30 bis 16:00 Uhr

Die psychiatrische Tagesklinik ist eine der psychiatrischen Ambulanz nachgeschaltete Behandlungseinrichtung mit dem Schwerpunkt auf akutpsychiatrischer Behandlung. Die tagesklinische Behandlung dient in erster Linie als Alternative zu vollstationären psychiatrischen Aufnahmen. Der Vorteil tagesklinischer Behandlung liegt im erhaltenen Kontakt der Patienten zu ihrer Herkunftsumgebung und in besseren Möglichkeiten der Einbeziehung des sozialen Umfelds der Patienten in die Behandlung.

Die Therapiedauer ist individuell unterschiedlich,  sollte 3-4 Wochen jedoch nicht überschreiten.

 

Behandlungsindikationen:

Akute psychische Störungen bei Menschen mit Behandlungsinteresse, ausreichend stabiler Wohnsituation und ausreichenden Transportmöglichkeiten.
Längerfristige psychotherapeutische oder rehabilitative Behandlungen werden an der Tagesklinik nicht durchgeführt.

 

Zuweisungswege:

Die Zuweisung an die Tagesklinik erfolgt ausschließlich über die psychiatrische Ambulanz. Nach der diagnostischen Abklärung und vorläufigen Therapieplanung an der Ambulanz wird gemeinsam mit den Verantwortlichen der Tagesklinik die Aufnahmeindikation gestellt und der Aufnahmetermin fixiert.

 

Tätigkeitsprofil im Überblick:

Das Therapieprogramm verläuft nach einem strukturierten Wochenplan. Die individuelle Ziel- und Methodenplanung erfolgt mit den einzelnen Patienten im Sinne einer störungsspezifischen Schwerpunktsetzung. Aus dieser Planung ergibt sich je nach Schweregrad der Erkrankung für jeden Patienten der für ihn vorgesehene Wochenplan.

  • weiterführende vertiefte multiprofessionelle Diagnostik
  • psychiatrisch-psychotherapeutische Akutbehandlung
  • medikamentöse Ein-/Umstellung
  • körperliche Stabilisierung
  • multiprofessionelle  Behandlung im Einzel- und Gruppensetting (Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin, Psychiatrische Pflege, klinische Psychologie, Psychotherapie, Ergotherapie, Peerberatung von psychiatrieerfahrenen EX/IN – Genesungsbegleitern, Physiotherapie, Diätologie)
  • Krisenintervention, Beratung
  • Psychoedukation, Information
  • allgemein stabilisierende Therapieangebote (z.B. soziales Kompetenztraining, kognitivesTraining, Achtsamkeitstraining,  Emotions- und Stressregulation, Training von Alltagsfähigkeiten, Skills-Training zur Selbstregulation, Bewegung und Sport, Freizeit-/ Gartenaktivitäten.
  • Angehörigen-Arbeit (Information, Beratung, gemeinsame therapeutische Angebote), bei Bedarf auch Kooperation mit Schule, Arbeitgeber
  • Einbeziehung von Selbsthilfegruppen
  • Einbeziehung von extramuralen sozialpsychiatrischen Einrichtungen (aufsuchende Dienste, betreutes Wohnen, Suchtberatung, Beschäftigungsinitiativen, Arbeitsrehabilitation, -assistenz, Hauskrankenpflege)
  • Indikationsstellung und Therapieplanung für weiterführende spezielle störungsspezifische Behandlungen, vollstationäre Aufnahmen oder Etablierung einer sozialpsychiatrischen Anschlussbetreuung.

 

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 08:30 bis 16:00 Uhr

Der Psychiatrische Konsiliardienst  versorgt ausgehend von der psychiatrischen Ambulanz die anderen Ambulanzen und Stationen des Krankenhauses Zams, wenn zusätzlich zu den körperlichen Erkrankungen psychische Probleme mit akutem psychiatrischen Behandlungsbedarf vorliegen.

Die Aufgabe des Konsiliardienstes besteht in Diagnostik und Therapie am Patienten und in der fachlichen Unterstützung der Behandlungsteams im nicht-psychiatrischen Bereich.

 

Zuweisung:

Die Anforderung der psychiatrischen Untersuchung und Behandlung erfolgt während des stationären Aufenthaltes durch die verantwortlichen Ärzte der jeweiligen Abteilungen.

 

Tätigkeitsprofil im Überblick:

  • persönliches Gespräch zur Erhebung des bisherigen Krankheitsverlaufs und der aktuellen Symptomatik
  • Erstellung einer Diagnose unter Einbeziehung der sozialen und körperlichen Situation, evtl. Anforderung weiterer körperlicher Untersuchungen
  • Erstellung eines Behandlungskonzeptes (medikamentös, begleitende und weiterführende ambulante oder stationäre Beratungs- und Behandlungsmöglichkeiten)
  • Aufklärung und Information hinsichtlich der Erkrankung und der therapeutischen Empfehlungen, sowie Unterstützung bei der Organisation der Zuweisung an nachbehandelnde Einrichtungen
  • Rücksprache mit der anfordernden Abteilung
  • Festlegung von Kontrollterminen auf der Station bei Bedarf oder Überweisung an Psychiatrie-Ambulanz bei fehlender Anbindung an das Versorgungssystem und zur weiteren Betreuung bei aktueller therapeutischer Neueinstellung.
  • Angehörigen-Information oder Beratung

Bei der Bewältigung psychischer, aber auch sozialer und körperlicher Beeinträchtigungen und Störungen, sowie bei Lebenskrisen, Depressionen, Angst- und Abhängigkeitserkrankungen, Burnout, psychosomatischen Erkrankungen, traumatischen Erfahrungen und in schweren Zeiten kann der psychologische Dienst im Sinne einer interdisziplinären Versorgung der Patienten auf Wunsch hinzugezogen werden.

 

Klinisch-Psychologische Behandlung:

In allen psychologischen Gesprächen stehen immer der Mensch mit seinem Anliegen und seinen Ressourcen, sowie das Erreichen bzw. Wiedererlangen seiner Lebensqualität im Vordergrund. Eine psychologische Beratung oder Behandlung beinhaltet eine ausführliche Anamneseerhebung und dient der direkten Belebung von Bewältigungs- und Schutzmechanismen, sowie dem Finden von konkreten Lösungen für die Betroffenen.

  • Angst-, Stress- und Depressionsbewältigung
  • Aufklärung über die psychische Erkrankung
  • Entspannungsübungen
  • Krisenintervention
  • Schmerzbehandlung
  • Stärkung der Selbstkompetenz
  • Verbesserung der Diagnose- und Krankheitsbewältigung

 

Klinisch-Psychologische Beratung:

  • Beratungsgespräche zu den Themen Lebensgestaltung, gesundheitsförderndes Verhalten, Erziehungsfragen, Familie, Suchtmanagement
  • Beratung bei Beginn bzw. Weiterführung einer psychologischen/psychotherapeutischen ambulanten Behandlung

 

Psychoonkologische Begleitung:

Die Psychoonkologie bietet psychologische Unterstützung bei der Auseinandersetzung mit der Erkrankung und der Bewältigung von Krankheitsfolgen - bei der Erstdiagnose, in akuten Krisen, und Überlastungssituationen oder im fortgeschrittenen Krankheitsstadium.

Ziel kann es sein, sich mit den vielen neuen Informationen zurecht zu finden, mit Verunsicherung, Ohnmacht und Ängsten umgehen zu lernen, neuen Mut und Hoffnung zu schöpfen, einen eigenen Weg im Umgang mit der Erkrankung zu finden, sowie konkrete Bewältigungsschritte zu planen und umzusetzen.

Die Psychoonkologische Begleitung und Behandlung wird angeboten für stationäre Krebspatienten, sowie Patienten, die im Rahmen ihres Aufenthaltes in der onkologischen Tagesklinik behandelt werden. Auf Wunsch werden auch begleitende Angehörige betreut.

 

Kontaktaufnahme:

Die Zuweisung zu einem psychologischen Gespräch erfolgt meist durch die behandelnden Ärzte der jeweiligen Station oder auf Empfehlung des Pflegepersonals. Den Patienten steht es frei, das Angebot anzunehmen.

Manche Patienten äußern auch selbst den Wunsch nach psychologischer Unterstützung, entweder bei ihrer Aufnahme oder später während ihres stationären Aufenthaltes. In diesem Fall lassen Sie sich über die Portierloge (Tel.: 0043 5442 600) mit der Psychologie verbinden oder wenden Sie sich an Ihre Ärzte oder das Pflegepersonal. Das Behandlungsangebot steht Patienten aller Abteilungen des Hauses sowie auch deren Angehörigen zur Verfügung.


Unser Team:

Prim. Univ.-Doz. Dr.
Martin Kurz
Bereichsleitung Psychiatrie
Tel.: +43 5442 600-0
email

Michaela Elmecker
Bereichsleiterin Ambulanzen u. Endoskopien / Psych. Tagesklinik u. Ambulanz
Tel.: +43 5442 600-0
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